Macht Euch die Erde untertan!?

Von Michael Berger, 22.03.2026

Haben wir da vielleicht was falsch verstanden? Verbirgt sich dahinter eventuell sogar eine tiefere Wahrheit? Möglicherweise sogar eine einfache Weltformel für dauerhaftes Glück und Frieden für Alle?

Einleitung

Natürlich liegt die Lösung all unserer Probleme im Leben selbst! Es ist im Grunde so einfach, daß man wahrscheinlich schon deshalb zweifelt. Wir sind schließlich kompliziert gewohnt. Wenn es nicht weh tut, man nicht mindestens 4 Formulare ausfüllen und bei ebenso vielen Behörden dafür bezahlen muss, kommts uns schon komisch vor.en 

Gehen wir es analytisch an. Menschliche Gesellschaften haben sich von Naturverbundenheit zu künstlichen Lebenswelten entwickelt. Damit stieg auch das Leiden in Form von Stress, Krankheiten, Armut, Unfähigkeit zu Beziehungen und Anteilnahme, der allgemeine Verlust von physischen, emotionalen und mentalen Fähigkeiten an. Anstatt die Ursache zu sehen und “zurück zur Natur” zu finden, erschufen wir “bequeme” Kompromisslösungen, wie Bürokratie, Wirtschaft, Gesetzestexte, das Geldsystem. Die machen die Situation noch angespannter. Durch das Leiden wächst die Motivation zur Veränderung und zwar solange bis wir uns nicht mehr widersetzen können. Das Schöne an diesen Ersatzsystemen ist, sie sind eine komplette menschliche Erfindung, haben also im Netzwerk des Lebens nur solange eine Bedeutung, wie wir sie ihnen geben. Sie entfalten Wirkung nur aufgrund unserer Akzeptanz! In der Natur gibt es das nicht und sie braucht das auch nicht und da wir ja ganz offenbar auch ein Teil der Natur sind, wir auch nicht. Und wie kommen wir da heraus? Wir sagen ganz einfach…ich brauche es nicht mehr! Das ist der innere Schritt. Fertig. Was passiert dann?

Die Goldene Regel – das ist es!

Im Grunde gibt es nur eine Regel, an die wir uns tatsächlich halten sollten…die sogenannte „Goldene Regel“*. Es ist noch viel besser. Auch das Leben selbst, physisch, emotional, mental und geistig baut darauf auf. Deshalb ist die Goldene Regel in uns allen! Probiert es aus.

Man ist ab diesem Moment für die eigenen Handlungen voll verantwortlich. Keine Ausreden mehr, nur weil es in irgendwelchen AGBs (z.B. Gesetzestexte) ein Schlupfloch oder eine Absicherung gibt. Das macht das Leben sehr einfach! Lebe so, daß es allen gutgeht oder sie sich auf dem Weg dahin befinden. Und was merken wir dann sofort? Das ist das, was wir die ganze Zeit gesucht haben…es bereitet uns am meisten Freude => das Gesetz in uns. Lasst uns eine Übung machen: wir gehen 1 Woche mit offenen Augen durchs Leben und leisten Menschen, Tieren, Pflanzen Hilfe nach dem 110% Prinzip. Wenn wir also z.B. dem älteren Nachbarn den Müll rausbringen, bieten wir auch gleich weitere Dienste oder mindestens eine Wiederholung an und eine Einladung zum Kaffee o.ä. . Bei Tieren und Pflanzen entsprechend. Bei Hunden habe ich gemerkt, daß sie z.B. sehr empfänglich für feine Berührungen und Streicheleinheiten auf dem Kopf oder an den Flanken sind. Das kann schon fast in ein energetisches Streicheln münden. Die Beziehung wird sofort tiefer. Nach spätestens einer Woche erzählen wir einem guten Freund möglichst detailliert davon.

Verantwortung ist eine Seite einer Medaille, die andere Autorität. Nicht zusammenzucken. Diese beiden sind einfach wie Recht und Pflicht. Sie kommen immer zusammen vor und sollen vor allem Spaß machen. Praktisch bedeutet das, indem ich Verantwortung übernehme, kann ich auch frei entscheiden. Im Zusammenwirken mit allen, entsteht daraus ein unerschütterliches Vertrauen und Liebe in die Gemeinschaft.

*Goldene Regel: Behandle Alle so, wie Du selbst behandelt werden willst! Gibt es in allen Kulturen und Religionen entsprechend. Sie ist universell und dem Kern nach, der Ursprung der Bedeutung von Herrschaft => siehe Schlußformel am Ende des Textes.

Die folgende Abhandlung soll ein wenig Licht in die geschichtliche Entwicklung unserer überheblichen Lebensweise auf der wunderschönen Erde bringen. Doch kein Grund über vergossene Milch zu jammern. Wir machen es einfach ab heute anders.

Dominion – Herkunft, Bedeutung und Verantwortung

1. Sprachlicher Ursprung

– Proto-indoeuropäische Wurzel: *dom- / *dem- → „bauen“, „Haus errichten“

– Daraus:

– domus (Latein) → Haus

– dominus → Hausherr

– dominium → Herrschaft / Eigentum

👉 Ursprüngliche Bedeutung:

Ein geordneter Lebensraum, für den jemand Verantwortung trägt

2. Frühbedeutung: Haus als Welt im Kleinen

Das „Haus“ war:

– wirtschaftliche Einheit

– religiöser Ort

– soziale Ordnung

Der Hausherr (Mann/Frau) war:

– Versorger

– Richter

– Beschützer

👉 „Dominion“ bedeutete ursprünglich:

Verantwortliche Autorität innerhalb eines konkreten Lebensbereichs

3. Historische Ausprägungen von Dominion

Römisch

– Stark strukturiert und rechtlich definiert

– Verantwortung = Pflicht zur Ordnung

– Macht legitimiert durch Rolle

Germanisch

– Beziehung statt Struktur

– Herrschaft basiert auf Loyalität

– Verantwortung = Schutz und Gegenseitigkeit

Christlich

– Macht ist „geliehen“

– Verantwortung steht über Autorität

– Rechenschaft gegenüber Gott

👉 Ergebnis:

Dominion = Gleichgewicht aus Macht, Verantwortung und Beziehung

4. Biblischer Kontext („Macht euch die Erde untertan“)

Ursprung

– Genesis 1,28 (Hebräisch)

Zentrale Begriffe:

– kavash → unterwerfen / nutzbar machen

– radah → herrschen / lenken

👉 Bedeutung im Kontext:

– kein Freibrief zur Ausbeutung

– sondern Auftrag zur Ordnung und Pflege

5. Altorientalischer Hintergrund

Vergleich mit älteren Mythen (Mesopotamien):

Gemeinsamkeiten:

– Schöpfung aus Chaos

– Mensch hat besondere Rolle

Unterschiede:

– kein Götterkampf

– ein Gott schafft durch Wort

– Mensch = Ebenbild Gottes

👉 Entscheidende Neuerung:

Herrschaft wird von Königen auf alle Menschen übertragen

6. Bedeutungswandel über die Zeit

Antike

– Ordnung und Einbindung in kosmische Struktur

Mittelalter

– Spannung zwischen Ideal (Verantwortung) und Praxis (Macht)

Neuzeit

– Natur als Objekt

– Dominion = Kontrolle

Gegenwart

– Rückkehr zur Verantwortung (z. B. ökologische Perspektiven)

7. Fakten vs. Interpretation

Fakten:

– Texte (z. B. Genesis)

– Sprachliche Bedeutungen

– historische Parallelen

Interpretation:

– ethische Bedeutung

– Gewichtung von Macht vs. Verantwortung

– kulturelle Einordnung

👉 Erkenntnis:

Bedeutung entsteht nicht nur aus dem Text, sondern aus seiner Auslegung

8. Umgang mit Unsicherheit

Problem:

– Wissen ist nie vollständig sicher

Mögliche Wege:

1. Tradition → Stabilität

2. Rationalität → Kritikfähigkeit

3. Verantwortung → Handeln trotz Unsicherheit

👉 Zentrale Einsicht:

Je unsicherer das Wissen, desto verantwortungsvoller muss Macht eingesetzt werden

9. Kerngedanke

👉 Dominion bedeutet im tiefsten Sinn:

«Verantwortliche Ausübung von Autorität innerhalb eines anvertrauten Bereichs»

Nicht:

– bloße Kontrolle

– reiner Besitz

Sondern:

– Verantwortung

– Beziehung

– Rechenschaft

10. Schlussformel

👉 «Echte Herrschaft besteht nicht darin, Macht auszuüben,

sondern darin, für das, worüber man Macht hat, Verantwortung zu tragen.»